Social und Mobile Recruiting

Im Prinzip hat sich nichts verändert. Kernaufgabe der HR-Abteilung bleibt neben der Personalentwicklung die Personalrekrutierung. Geändert haben sich dagegen die Bedingungen für Ihre Mitarbeitersuche. Denn Ihre Leistungsträger können Sie heute in sozialen Netzwerken finden. Wie Sie bei der Personalsuche konkret damit umgehen.

Immer mehr deutsche Unternehmen beschäftigen sich mit ihrer Präsenz in sozialen Netzwerken im Rahmen ihrer Recruitingaktivitäten. Das belegt beispielsweise die Recruitingstudie von Monster.de. Kernergebnis dabei ist die von Personalern erkannte Bedeutung von Social und Mobile Recruiting

Diese Bedeutung messen Personaler Social und Mobile Recruiting bei:

1. Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte in der Gesellschaft hat einen großen Einfluss auf die Rekrutierung.

2. Unternehmen müssen die Mobile Recruiting-Angebote ausweiten, um Kandidaten aus der Generation Y und Z effektiver anzusprechen

3. Recruiter besitzen ein Grundverständnis bezüglich der technischen Einsatzmöglichkeiten von Mobile Recruiting.

4. Unternehmen sind der Nutzung von Mobile Recruiting gegenüber aufgeschlossen.

5. Durch die Nutzung von Mobile Recruiting erhöht sich die Reichweite bei der Kandidatenansprache.

Bevor Sie sich als Inhaber oder Personalverantwortlicher dazu entscheiden, Ihre Personalrekrutierungsmaßnahmen zu erweitern, sollten Sie sich kritisch und offen mit folgenden Punkten beschäftigen. Denn heute sucht der Bewerber Sie! – und benutzt dabei verstärkt Ihre Online-Auftritte und die sozialen Netzwerke, um mehr über Sie zu erfahren. Auch erfahrene Fachkräfte sind mittlerweile verstärkt in den sozialen Medien aktiv – und legen bei der Arbeitgeberwahl durchaus Wert auf gut gepflegte Online-Auftritte.

Empfehlungen für Unternehmen

Prüfen Sie Ihre Stellenanzeigen

Bevor Sie den Schritt in die Social Media gehen, überarbeiten Sie Ihre Stellenanzeigen. Wenn Sie weiterhin die immer gleichen Textbausteine und die immer gleichen Phrasen verwenden, müssen Sie den Schritt in die suchmaschinenoptimierten Kanäle und Accounts der Social Media erst gar nicht gehen. Sie werden, um es deutlich zu sagen, überlesen.

Formulieren Sie Ihre Stellenanzeigen offener und ansprechender, lesen Sie sie immer wieder aus der Sicht der Bewerber. Nennen Sie neben den fachlichen Anforderungen und harten Fakten der zu besetzenden Stelle Ihre Social MediaAuftritte und verlinken Sie sie. So können Bewerber auch die weichen Faktoren Ihres Unternehmens kennenlernen. Beachten Sie außerdem bei allem Ihr Corporate Design.

Planen Sie ein Budget ein

Recruiting via Social Media ist mehr als das Verbreiten von Stellenanzeigen über die Kanäle. Um über die Kommunikation sinnvolles Employer Branding zu betreiben und potenzielle Mitarbeiter gezielt anzusprechen, sind Strategie und Einsatz nötig. Und beides kostet Zeit und Geld, das Sie einplanen müssen, bevor Sie loslegen.

Betreiben Sie SoMe-Recruiting nicht nebenbei

Auch wenn Sie es schon mal gehört haben sollten: Social Media-Recruiting ist kein Selbstläufer. Sie müssen, wenn Sie die Plattformen als Rekrutierungsmöglichkeit nutzen wollen, eine detaillierte Strategieplanung vornehmen – oder von Fachleuten vornehmen lassen. Und einen Hauptverantwortlichen bestimmen, der die Strategie nachhaltig und aktiv umsetzt.

Akzeptieren Sie die neuen Anforderungen an Ihr Unternehmen

Um in Form von Storytelling u.a. von Ihrem Unternehmen zu erzählen und so potenzielle Mitarbeiter anzuziehen, müssen die Voraussetzungen stimmen: Mit Unternehmens- und Karriereseiten, die responsive sind, vom Design her ansprechen und alle Informationen kurz, knapp und bündig zur Verfügung stellen. Die auf den Websites und den Social Media-Kanälen ablaufende Unternehmenskommunikation muss stimmig, schlüssig und wiedererkennbar sein.

Social Recruiting ist Chefsache

Dies alles bedarf der Unterstützung der Geschäftsführung und der Führungskräfte. Das heißt nicht, dass Sie ständig Beiträge schreiben oder in jedem Video auftauchen. Sie müssen aber präsent und erkennbar sein. Und deutlich hinter dieser Strategie stehen. Sie selbst verkörpern die Glaubwürdigkeit Ihrer Aussagen und stellen sich als potenzieller Vorgesetzter Ihren potenziellen Mitarbeitern vor.

Haben Sie Spaß dabei!

Social Media darf Spaß machen. Haben Sie Spaß!
Fangen Sie als Punkt 6 nach den Punkten 1 – 5 dieser Liste an. Viel Erfolg!